Programm 2015

Freitag, 10. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 19.00 Uhr – Film 19.30 Uhr – Konzert 20.00 Uhr

Gerald Grundmann & Andreas Güstel

„Aus dem Nichts“ – Gründungsfeier und Eröffnungskonzert zur 1. Ausgabe – Mit hochkarätigen Gästen, einer Hommage an Bettina Wegner und der Vorstellung des Filmprojekts „1000 Jahre Leipzig“

Gerald Grundmann & Andreas Güstel -- Pressefoto -- Kristina SchipplingFoto: Kristina Schippling

Zu den Künstlern: Es wird wieder Zeit für echte Liederkunst.“ So lautete das Credo von Gerald Grundmann und Andreas Güstel, als sie 2012 aufbrachen, die deutsche Liedermacherszene zu erobern.

Gerald Grundmann schreibt Texte, die inhaltliche Klasse und sprachliche Eleganz miteinander verbinden. 1978 in Leipzig geboren, studierte er zunächst Literatur und Philosophie, bevor er selbst zu schreiben begann. Er liebt und beherrscht das „alte Handwerk“ wie kaum ein anderer unter den heutigen Autoren, ohne jedoch den Blick für die Zeichen der Zeit zu verlieren.

Andreas Güstel, Jahrgang 1981, stammt aus Halle an der Saale, hat Musik und Philosophie studiert und absolvierte eine klassische Klavier- und Kompositionsausbildung. Inzwischen gibt er selbst Unterricht und schreibt Lieder, Klavierstücke und Theatermusik. Für Gerald Grundmann arbeitet er an der musikalischen Umsetzung seiner Texte und begleitet ihn am Flügel.

Beide zusammen sind keine Liedermacher im üblichen Sinne, sondern ein Autor und ein Komponist, die ihre eigene Kunst mit jeweils höchstem Ehrgeiz betreiben. Sie „machen“ keine Lieder, sie vertonen Gedichte. Und dieser Unterschied lässt sie selbst unter Liedermachern bisweilen exotisch wirken.

Zum Programm: Am 10. Juli 2015 um 19.00 Uhr eröffnen Gerald Grundmann und Andreas Güstel in der Alten Handelsbörse das Festival „Leipziger Töne“, das sie selbst ins Leben gerufen haben, und erfüllen sich damit einen Traum.

Ihr Programm zur ersten Ausgabe „Aus dem Nichts“ ergründet den Moment der Inspiration und den Prozess der Kreativität. Es bietet ein Spektrum ihrer bisherigen Arbeit, darunter auch viele neue Stücke, von denen die meisten echte Weltpremieren sind, d.h. noch nie öffentlich gespielt wurden.

Gemeinsam mit hochkarätigen Gästen wie dem Maler des diesjährigen Titelbildes Günther Rothe und dem „Meister der Membranen“ aus Gefell Jochem Kühnast feiern sie eine fulminante Premiere und laden alle Leipziger herzlich dazu ein. Im Sinne der guten Laune bekommen alle Gäste zur Begrüßung ein Gläschen Sekt.

Aus gegebenem Anlass werden sie ihr Programm mit einer Hommage an Bettina Wegner bereichern, die eines ihrer großen Vorbilder ist, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht am Festival teilnehmen kann. Um ihr eine Freude zu machen, wollen sie den Programmteil aufzeichnen und nach der Veranstaltung – zusammen mit den besten Wünschen aller Gäste – an Frau Wegner übersenden.

Aber das ist noch nicht alles: Als besondere Überraschung wird Gerald Grundmann vor dem Konzert das Filmprojekt „1000 Jahre Leipzig“ vorstellen, an dem er als Autor mitwirkt. Zusammen mit dem Regisseur gewährt er optische Kostproben und heitere Einblicke in die Arbeit – und begrüßt „Friedrich Schiller“ als Ehrengast.

http://www.gerald-grundmann.de & http://www.komponiert.de

Musikbeispiel: „Atme weiter“ (Version 2013) — Video: Kristina Schippling


Samstag, 11. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 16.30 Uhr – Konzert 17.00 Uhr

Tim Köhler

„Also:“ – Das Programm zum aktuellen Album

Tim Köhler -- Portrait -- PrivatFoto: Privat

„Eine Mischung aus Philosophie und Poesie ist hier zu finden, ein wenig melancholisch, ein wenig besinnlich, doch niemals schwerfällig. Mit Sicherheit das Beste, was im Jahr 2013 an deutschsprachigen Texten zu finden gewesen ist. Intelligent genug, um Kopfmenschen anzusprechen, aber auch sensibel und feinfühlig, um Herzen und Seelen zu berühren.

Gut zu wissen, dass es diese Art von Musik noch gibt: Still und bedeutungsvoll, schwebend und zupackend. Einen wie Tim Köhler setzt uns kein PR-Manager und kein Majorlabel vor. Nein, einen wie Tim Köhler muss man sich schon selbst entdecken. Doch diese Suche ist es wert.“ (David Wonschewski, Jury-Mitglied der Liederbestenliste 2013)

„Köhler ist frei von jeder Attitüde, seine Lieder gehen vom Ohr direkt in Herz, Hirn und Bauch. Selten hat jemand Erfahrungen und Gefühle so treffend in Worte gefasst. Da ist nichts platt, nichts schwülstig oder kopflastig. Köhler ist pur, ungeschminkt und von Grund auf authentisch. Solides musikalisches Handwerk und locker-unterhaltsame Conférence runden das Ganze ab. (Hattersheimer Stadtanzeiger, 2014)

http://www.tim-koehler.net

Musikbeispiel: „Weitaus zu wenig“


Samstag, 11. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 19.30 Uhr – Konzert 20.00 Uhr

Nadine Maria Schmidt

„Lieder aus Herbst“ – Das Programm zum aktuellen Album

Nadine Maria Schmidt - Pressefoto -- Corwin von KuhwedeFoto: Corwin von Kuhwede

„An ihrer Stimme kommt man nicht vorbei“, schrieb die Süddeutsche Zeitung in einer Konzertrezension über sie. Nadine Maria Schmidt steht für Stimme und Poesie. Sie veröffentlichte bisher zwei Alben, die beide für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurden – die 2014 erschienene CD „Lieder aus Herbst“ sogar zweifach.

„Deren Lieder sind schön und originell, formal gut gemacht und inhaltlich beeindruckend, emotional berührend, für den Kopf anregend und für die Seele weitend. In den Texten finden sich viele wunderbare Gedanken und Formulierungen, die Kompositionen und Arrangements haben eine eigene Handschrift. Die Instrumentierung wird den Liedern gerecht, hat Einfühlungsvermögen und ist handwerklich gekonnt. Die Sängerin setzt mit sehr viel Ausdruck allem die Krone auf…“ (Volker Rebell, Byte fm)

Im Mittelpunkt ihrer Auftritte stehen ihre tiefe, knarrende, manchmal flüsternde und manchmal schreiende Stimme sowie die eigenwillige Poesie ihrer Texte. Welche Themen sie besingt, erschließt sich manchmal sofort, manchmal später, manchmal nie. Nadine Maria Schmidt sammelt die Lebensgeschichten anderer Menschen und hinterlässt damit eine „melancholische Anleitung zum Glück“ (LVZ).

http://www.fraumitgitarre.de

Musikbeispiel: „Wenn sie geht“
https://www.youtube.com/watch?v=9bQALISy2oE


Sonntag, 12. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 13.30 Uhr – Konzert 14.00 Uhr

Ralph Schüller

„Alle guten Geister“ – Das Programm zum aktuellen Album

Ralph Schüller -- Live -- Johnny W.Foto: Johnny W.

Vom Land der Gauloises und einer Französin hat Schüller das romantische Chanson „gestohlen“. Er kombiniert es mit deutschen Texten, die die „Bad News“ aus der Zeitung schnell durchschauen. Hier geht es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Um ein Kind z.B., das einer Möwe nachläuft, und selbstverständlich um die Liebe.

Es sind die Gegensätze des Alltags, die Schüller in wunderbare Geschichten einfädelt. Er beobachtet sein Umfeld sehr genau ­ schließlich hat der gebürtige Thüringer in Leipzig Malerei und Grafik studiert. Großes Glück und kleine Gemeinheiten liegen dabei dicht beieinander.

Für Zeilen wie „Wach auf, wach ein und bleib / bis der Morgen kommt und uns an alle verrät“ gab es den Text-Sonderpreis beim deutschen Liedermacherfestival „Goldene Hoyschrecke“. Mehr als poetisch berührend sind die zart-bitteren Chansons über Trennung und Abschied. Hier trifft Schüller direkt ins Herz. Untermalt wird alles von einer behutsamen Musik, deren Schönheit schwer zu fassen ist.

„Alle guten Geister“ ist die CD des Jahres 2014 und wird lange halten, was sie nicht einmal versprochen hat – denn eitel ist der Künstler nicht. Da hat es einer kapiert und gibt kein müdes Mü damit an. Der Dichter liebt, kennt und erkennt das Leben, lebt und feiert es, unaufdringlich, musisch und poetisch. Es ist das Leichte, das am schwersten zu machen ist.

http://www.ralphschueller.de

Musikbeispiel: „Wach auf, wach ein“
https://soundcloud.com/ralph-sch-ller/wach-auf-wach-ein


Sonntag, 12. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 16.30 Uhr – Konzert 17.00 Uhr

Bastian Bandt

„Nach Osten“ – Das Programm zum aktuellen Album

Bastian Bandt -- Pressefoto -- Riccardo WittigFoto: Riccardo Wittig

Bastian Bandt ist Jahrgang 1978, geboren in Schwedt an der Oder. Er ist Schauspieler, Theatermusiker und vor allem Liedermacher. Geprägt durch die ostdeutsche Liedmusik der unmittelbaren Nachwendezeit, begann er mit 15 Jahren, seine ersten eigenen Lieder zu schreiben.

Sein neues Bühnenprogramm heißt „Nach Osten“ und ist genauso sehnsuchtsvoll und tragi-komisch, wie es der Titel vermuten lässt. Ohne nostalgisch zu werden, zeichnet Bandt die Umrisse einer poet-politischen Welt, die jenseits der Resignation liegt – aber nicht jenseits der Wirklichkeit.

Seine wild-melancholischen Lieder machen Mut und sind dabei so charmant, wie sie den Zuhörer fordern. Seine Sprache klingt vertraulich, klar und ungeputzt, zeigt sich anschmiegsam, aber nie glatt. „Ich mache die Lieder, die ich selber hören will – die mir fehlen“, sagt er und erreicht mit seiner Musik all jene, denen es ähnlich geht.

Veredelt wird Bandts Auftritt von dem ungarisch-serbisch-schwäbischen Gitarristen Laslo Feher, der den Stücken mit seinem balkanesken Spiel zusätzliche Weite, aber vor allem Tempo verleiht. Ebenfalls dabei ist der Leipziger Jazzpianist Jan Mareck, der Bandt zuletzt beim Tucholsky-Programm „Tag ohne Kampf“ unterstützt hat und ihn nun mit Klavier- und Orgelarrangements begleitet.

http://www.bastian-bandt.de

Musikbeispiel: „Alles da“


Sonntag, 12. Juli 2015

Alte Handelsbörse Leipzig
Einlass 19.30 Uhr – Konzert 20.00 Uhr

Sarah Lesch

„Von Musen und Matrosen“ – Das Programm zum aktuellen Album

Chansonedde ohne SchriftFoto: Sascha Uhrig

Der Grundton ihrer Lieder ist in der Mehrzahl zwar lässig bis sonnig, doch bei genauerem Hinhören entdeckt man nicht selten einen hemdsärmeligen Sarkasmus. Sarah Lesch ist ohne Frage eine Liedermacherin, die verbal austeilen kann: Die personifizierte Verzauberung mit integriertem bösen Erwachen. Ihre Lieder handeln von Familie, Freundschaft und Verlust, von Liebe, Leichtigkeit und „Friedensfrikadellen“, aber auch von Heuchelei, Ausbeutung und Ignoranz. Irgendwo zwischen Multikultur, Globetrotter und fein gesponnenem Seemannsgarn findet man Sarah Lesch mit ihren Chansons.

Ihr Debütalbum „Lieder aus der schmutzigen Küche“ erschien 2012 noch in kompletter Eigenregie. Anfangs als Geheimtipp gehandelt, erspielte sich die „Chansonedde“ durch ihre vielen Live-Auftritte schnell ein begeistertes und treues Publikum. Verwundern kann das nicht, spielt sie doch nicht nur auf der Ukulele oder Gitarre, sondern auch – und vor allem – auf der emotionalen Klaviatur ihrer Zuhörer. Versonnen und verschmitzt, verklärt und verführerisch, unhandlich und ungelogen, freigeistig und ungezogen.

http://www.sarahlesch.wordpress.com

Musikbeispiel: „Testament“
https://www.youtube.com/watch?v=EBnqIKnJbaM


Wir wünschen allen Gästen genussvolle und bleibende Konzerterlebnisse!


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